Musiker, der beste Job auf der Welt.

Musiker sind faule Säcke, nehmen Drogen und wollen immer nur das eine…

Musik machen

Was hast du denn gedacht?

Letzte Woche wurde der Artikel „Ich bin Musiker und Unternehmer“ auf Facebook veröffentlicht und löste eine sehr interessante Diskussion aus. Die ich aufmerksam verfolgte.

Was mich erschreckte, ist der respektlose Ton, den manche Gruppenmitglieder angeschlagen haben und mich als Autor beschimpften. Mir Eigenschaften unterstellten, die sie ganz einfach auf meiner Webseite hätten recherchieren können.
Damit kann ich umgehen, denn wer auf die Bühne geht, muss damit rechnen das es einigen nicht gefällt.

So ist das beim Musik machen.

Spiele einen Song und ich garantiere dir, es gibt 3 Gruppen von Menschen die ein Feedback abgeben.

Die erste Gruppe findet dich und deine Musik einfach Scheiße! Mehr sagen die nicht dazu.

Der zweiten Gruppe, ist es egal was du machst. Sie haben keine Meinung dazu.

Die dritte Gruppe sagt dir, mach weiter, das ist gut, du hast Potenzial, wann trittst du wieder auf. Mit Respekt fragen sie dich, ob sie dir ein Feedback geben dürfen und ob es eine Möglichkeit gibt dich zu unterstützen.

So und jetzt kommt die Frage: Einen Tusch bitte: TATA-TATA  

Mit welcher Gruppe umgibst du dich? Na klar mit der dritten Gruppe. Was versuchen die meisten Musiker? Gruppe 1 und Gruppe 2 von sich zu überzeugen. Das kostet Kraft und Energie, die du für deine Musik brauchst. Lass das einfach sein.

Musiker bist du nur, wenn du dein Geld mit Live Musik verdienst.

Diese Aussage kam von Musikern die sehr viel Wert darauf legten, das Musiker Künstler sind und nichts mit Business am Hut haben. Ein lobenswerter Aspekt, doch mit diesem Idealismus, kannst du auf der Bank keinen Scheck einlösen. Ich finde ein Schreiner der einen Tisch baut, ist ein Künstler und wenn dir seine Arbeit gefällt, bezahlst du seine Rechnung in Euro.

Du bist KFZ Mechaniker und reparierst Autos und verdienst damit dein Geld. Eine Dienstleistung. Heißt das, dass ich als KFZ Mechaniker nur kaputte Autos reparieren darf? Tätigkeiten wie TÜV-Abnahme, lackieren, Beratung, Reinigung, Einbau von Sonderausstattungen wie Musikanlage, Standheizung und Navi, haben nichts mit der Reparatur von Autos zu tun und dennoch kannst du dafür eine Rechnung schreiben.
Ich könnte dir viele Berufe nennen, in denen die Berufsbezeichnung und die Tätigkeiten, mit denen du dein Geld verdienst, nicht übereinstimmen.

Solltest du als Musiker (Unternehmer) nicht auch andere Einnahmequellen in Betracht ziehen? Ich denke das Ziel eines jeden Musikers ist es:

Musik zu machen wann ich will, mit wem ich will und wo ich will.

Das ist mein Ziel und ich habe festgestellt, das ich das nicht ausschließlich mit Live-Musik machen will und kann. Denn egal wie viel Gage ich bekomme, ich tausche Zeit gegen Geld. Zeit, die ich auch mit meiner Frau, Freunden und Bekannten verbringen will. Als ich noch viel unterwegs war, habe ich viel Zeit auf der Autobahn oder beim rumsitzen vor dem Gig verbraucht. Das möchte ich nicht mehr.

Warum ist das so verwerflich sich andere Einnahmequellen zu suchen.

Das Internet macht es möglich. Mit einer gut aufgebauten Homepage, die das Zentrum deines Musiker-Business bildet, ist es möglich Einnahmen smart, automatisiert und gewinnbringend zu erzielen.
Ich sehe mich als Unternehmer in meinem Musiker-Business, das ich seit 25 Jahre betreibe. Als Unternehmer willst du dich dem Markt anpassen, sonst bist du nicht konkurrenzfähig. Ich meine nicht musikalisch, außer du hast eine Cover Band, welche die neuesten Hits spielt.

Du darfst Marketing betreiben, keine Werbung.

Du darfst eine Homepage haben, die einen automatisierten Fanaufbau verfolgt.

Du darfst dir ein Netzwerk, zu anderen Musikern, aufbauen und ja, auch zu Musikern die eine ganz andere Musik-Richtung machen.
Es gab einmal eine Firma, deren Name ist Nokia. Sie hat Handys hergestellt und diese Firma belächelte Apple mit dem iPhone. Nach einem Jahr gab es die Firma Nokia nicht mehr. Lerne daraus, setz dich mit anderen Musikern zusammen und tausche deine Marketing Strategien aus.

Vergiss das Konkurrenz Denken.

 



Da ich keinen Fernseher habe, bekomme ich nicht alles von diesen Castings-Shows mit. Doch über Facebook bin ich zu genüge informiert. Egal wie die Show heißt, der Gewinner ist nach einem Jahr nicht mehr da. Nicht einmal die Fernsehsender, die  etwas von Marketing verstehen sollten, können eine langfristige und erfolgreiche Karriere eines Gewinners aufbauen. Das, was dort geschieht, ist Promotion wie es jemand treffend auf Facebook beschrieb.
Das hat nichts mit unternehmerischer Denke zu tun, denn ein Unternehmer denkt langfristig, damit sein Unternehmen sein Einkommen sichert.

Wir Musiker haben einen Schatz, egal ob du Hobby oder Berufsmusiker bist, Schlager, Heavy Metal oder Jazz Musik spielst.
Der gemeinsame Nenner ist der Spaß. Wir gehören zu den Menschen die eine Fähigkeit haben, mit Spaß und Begeisterung bei der Arbeit zu sein. Wir haben unsere Berufung, unseren Beruf gefunden.
Ich kenne so viele Menschen, die keinen Spaß haben an dem was sie tun. Diese Menschen sagen dir immer was schief laufen kann, das die Regierung schuld ist, Veranstalter dich abzocken, …das nichts geht, weil Musik eine brotlose Kunst ist, usw., usw..

Es scheint so, das mein Leben interessanter ist als das ihre.

Diese Menschen übernehmen nicht die Verantwortung für ihr Leben. Egal was sie tun, immer sind andere daran schuld wenn etwas schief geht. Gleichzeitig reden sie es schlecht wenn ihnen etwas Gutes widerfährt.
Du als Künstler richtest deinen Fokus auf deine Musik. Gibst ihr Liebe und schenkst ihr deine Aufmerksamkeit. Wirst besser und arbeitest an dir und bekommst hervorragende Angebote und andere Fragen dich wie machst du das.

Deine Antwort:

Ich übernehme zu 100% die Verantwortung für mein Leben. Was sich schlecht anfühlt bringt mich nicht weiter, das beende ich sofort. Ich umgebe mich mit Menschen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe und die mich unterstützen. Ich unterstütze andere Musiker darin erfolgreich zu werden.

Das sind Aussagen von erfolgreichen Unternehmern. Klar gibt es auch die, die nur ihren eigenen Profit auf Kosten anderer, ständig steigern wollen. Das ist nicht dein Fokus. Werde der Unternehmer den du dir vorstellst. Höre auf, das negative Bild von einem Unternehmer zu sehen. Sei du der beste Unternehmer, der du sein kannst und du wirst Menschen begegnen, die deine Nähe suchen und die dir für deine Arbeit eine wertschätzende Bezahlung anbieten.

Fazit: Musiker aller Stilistiken vereinigt euch. Lasst uns spitzenmäßige Musik produzieren und dafür eine wertschätzende Bezahlung verlangen. Beginne die Veränderung bei dir selbst. Du bist Unternehmer!

Du bist bestimmt nicht mutig und teilst diesen Beitrag auf Facebook in dein Profil. 😉

DANKE für deine Zeit. Ich bin begeistert, dass du den Artikel gelesen hast.

Hey, ich mag auch keinen Spam. Deshalb gebe ich deine E-Mail Adresse nicht weiter. Versprochen!

FOR A BETTER BUSINESS

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Foto:Pixabay


6 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hallo Hans Joachim,
      vielen Dank für dein Lob und dein Interesse an meiner Tätigkeit. Meine Motivation ist junge Musiker bzw.Künstler zu bestärken ihrer Berufung zu folgen. Mein Geld verdienen ich mit Musik machen im Dienstleistungsbereich, mit Musiker und Künstler-Coaching, dem verkauf meiner Digitalen Produkten, als Gitarrenlehrer und noch ein paar andere Sachen. Diese Tätigkeiten sind alle entstanden weil sie mir Spaß machen und weil ich nie wieder in meinem Leben nur von einer Einnahmequelle abhängig sein will. Mehr zu meinem Business findest du in diesem Artikel

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Projekten.
      FOR A BETTERR BUSINESS
      Jürgen

  1. Man merkt, dass Ehrlichkeit, Erfahrung und Mut hinter diesen Artikel steckt. Es motiviert selber klar zu prioritieren, was mich gut tut und nicht meine Zeit zu verschwinden – sich zu trauen und neu zu denken in einer Branche, die sehr auf Konkurenz fokusiert ist. Jetzt gehe ich erst mal zum Klavier..

  2. Hypothese: Die Personen, die sich Musiker nennen und sich NICHT gleichzeitig als Unternehmer sehen, sind reine Hobbymusiker. Die Hypothese ist gestützt durch meine Erfahrung (>20 Jahre) in meinem Musiker-Umfeld. Als Berufsmusiker kannst du heute (bis auf eine ganz kleine Prozentzahl) nicht vom Livespielen leben. Die meisten leben vom Unterricht, dazu Tonstudioarbeiten, Beschallungsaufgaben, Jingles etc. und auch musikfremde Nebenjobs. Empirisch ist dies auch mehrfach in den letzten Jahren durch Studien nachgewiesen worden in Deutschland. Fakt.
    Also: Weiter so, Jürgen ! Du machst ein gute Arbeit mit deinem Blog.

    1. Hallo Bert,
      Vielen Dank für dein Feedback das motiviert mich. Zu deiner Hypothese: Ich nehme das genauso wahr wie du.
      Liebe Grüße
      FOR A BETTER BUSINESS
      JÜRGEN

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