Marketing Teil 3

Kalender

Es ist Montag 09:00 Uhr. Du stehst auf, machst dir einen Kaffee und sitzt vor dem Rechner und beginnst im Internet rum zu surfen. Facebook und Co lässt grüßen. Irgendwann nimmst du dein Instrument und beginnst zu spielen.

Du vergisst komplett die Zeit und tauchst ein in das Reich der Musik

Nach ca. 3 Stunden fällt dir auf, dass du ja um 14:00 Uhr in der Musikschule zum unterrichten sein musst. Und du denkst dir: Eigentlich wollte ich doch Sven anrufen und den Teil auf der Homepage austauschen, die Takes von der letzten Probe anhören, einkaufen gehen und die Küche aufräumen, denn heute Abend bekomme ich Besuch… so ein Mist und joggen gehen wollte ich auch noch.

Fazit: Du hast keine Zeit.

Diesen Satz kenne ich gut, denn ich habe eine gewisse Zeit mein Geld als Trainer für Zeitmanagement in Unternehmen verdient.

Zeit kannst du nicht managen.

Jeder Mensch hat 24 Stunden zur Verfügung. Du entscheidest was du damit machst.
Was es braucht ist eine Struktur für deine Aufgaben und Verpflichtungen.
Es gibt hunderte Zeitmanagement Tools. Auf mich hat keins 100% gepasst. Deshalb habe ich mir aus verschiedenen Modellen meine Struktur erschaffen. Das dauert eine Weile bis du deinen Weg gefunden hast, doch es lohnt sich.

Dadurch hast du mehr Zeit für dich und deine Musik.

Das ist für mich das aller Wichtigste. Stell dir mal vor, eine Stunde, manchmal auch zwei Stunden, am Tag nichts zu machen. Keinen Termin. Keine Aufgabe. Das ist sehr schwer diese Zeit auszuhalten, denn als Unternehmer gibt es immer etwas zu tun.

Früher habe ich dann Aufgaben, die für den morgigen Tag  geplant waren, vorgezogen – Und schwups saß ich wieder in diesem 18 Stunden Tag.

Natürlich gibt es Zeiten in denen ich 12 bis 14 Stunden am Tag arbeite. Doch erstens macht mir meine Arbeit Spaß und zweitens weiß ich, dass das nur für einen gewissen Zeitraum geht. Da ich mir mit meinen Projekten eine Deadline setze, kann in der letzten Woche schon mal ein wenig mehr Zeit investiert werden.

So wie jetzt zum Beispiel bei meinem neuen Hörbuch „Dein Plan“ gab es schon mal eine halbe Nacht am Rechner.
Wie kannst du dir nun so eine Struktur oder ein moderneres Wort Workflow aufbauen?
Du könntest dich mit der ganzen Literatur beschäftigen oder einen Workshop besuchen.

Gute Idee, doch du liest ja meinen Blog.

Mach folgendes, du übernimmst mein System und verfeinerst es für deinen Workflow.

1. Arbeite mit einem Online-Kalender.

Für mich ist Google die erste Wahl. In diesem Kalender trage ich alle Termine ein. Musikunterricht, Üben, Sport, Proben, Gigs, Termine mit anderen Personen und Büro.
Diesen Terminen gebe ich einen zeitlichen Rahmen, z.B üben 1 Stunden, Büro 3 Stunden, Sport 1 Stunde.

2. Arbeite mit einem Papierkalender.

Der Kalender sollte eine Zeiteinteilung von 30 Minuten haben und der Samstag und Sonntag sollte ebenfalls als ganzer Tag dargestellt sein. Ich habe ein Kalender-Buch. In diesen Kalender trage ich nun ein, was ich denn zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr übe. Das sieht bei mir dann so aus:

10:00 Uhr bis 10:10 Uhr Warm up (Handgelenke dehnen)
10:10 Uhr bis 10:30 Uhr Tonleitern Dur alle 5 Postionen
10:30 Uhr bis 11:00 Uhr Song X Solo Y im stehen
Usw. Vergiss die Pausen nicht

Ich vergleiche das mit einem Stundenplan aus der Schule. Was ich übe und wie lange hängt vom restlichen Tag ab. Machmal übe ich auch 3 mal 1 Stunde am Tag.

Genau so mache ich das mit Bürozeiten
Täglich gibt es Bürozeiten. Für Marketing, Buchführung, Homepage, Strategien,usw.

Kann ungefähr so aussehen:

z.B Sonntag bis 10.00 Uhr schlafen, dann ein ausgedehntes Frühstück mit meiner Frau.
12:00 Uhr bis 12:30 Uhr planen der nächsten Woche. (In Google Kalender schauen)
12:30 Uhr bis 13:00 Uhr Ablagefach leeren. Dazu gehört: Rechnungen bezahlen, Buchführung, Post von Versicherungen oder sonstiges in die Order einsortieren. Das Fach muss!!! leer sein.
13:00 Uhr bis 14:00 Uhr Meditieren und Kaffee Pause
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr Artikel für Blog schreiben

Das Motto meines Kalender:

Was kann ich heute tun um meinem Ziel näher zu kommen?

Die Frage: was mache ich heute nach dem Aufstehen, gibt es bei mir nicht, denn ich habe meine Aufgaben schon am Vorabend festgelegt.

Wie du ja weisst, stehe ich morgens um 05:00 Uhr auf und arbeite bis 08:00 Uhr. In dieser Zeit lege ich mir die Aufgaben, die am wichtigsten sind, für diesen Tag. Danach gehe ich in den Sport. Es ist ein klasse Gefühl nach dem Sport zu wissen: Ich habe heute den größten Brocken schon abgearbeitet.

Zu Beginn sprach ich von Verpflichtungen. Alles was in meinem Kalender steht ist eine Verpflichtung. Und vielleicht klingt das etwas merkwürdig für dich:

Ich habe feste Termine mit meiner Frau und diese Termine (Verabredungen) sind genauso wichtig, wie die Probe oder der Gig. Ein weiterer wichtiger Termin sind Termine mit dir selbst. Ein stille Stunde am Tag. Nichts tun, Handy aus, meditieren, spazieren gehen, in Kontakt kommen mit dir selbst, Musik hören oder spielen.

Wichtiger Termin: Wann plane ich meine Woche bzw. meinen Tag

1. Aktion Step: Lege dir einen Google Kalender an und synchronisiere ihn mit deinem Kalender. Trage alle festen Termine ein. Unterricht, Schule, Sport, Geburtstage usw.

2. Aktion Step: Lege dir ein Terminplaner an und mach einen Plan für einen Tag. Wir nennen ihn „den perfekten Tag“. Den Tag danach kannst wieder gestalten wie bisher. Dann wieder einen perfekten Tag. Nach einer Woche merkst du den Unterschied. Garantiert.

DANKE für deine Zeit. Ich bin begeistert, dass du den Artikel gelesen hast.

Hey, ich mag auch keinen Spam. Deshalb gebe ich deine E-Mail Adresse nicht weiter. Versprochen!

FOR A BETTER BUSINESS

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Wie plane und organisiere ich meinen Gig

Foto: www.pixabay,com


8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Jürgen

    Danke für Deine Tipps und Kniffs. Ich checke gerade noch GTD von David Allen – die ganzen Themen rund um Check- und Projektlisten. Das finde ich auch sehr spannend. So werden nur die wichtigsten Termine im Kalender eingetragen und jede Sache, die man noch erledigen möchte kommt in den Eingang. Von da wird sie dann der passenden Checkliste zugeteilt. Ich arbeite mit der App 2do, welche ich sehr empfehlen kann. Täglich schaue ich die Listen durch und entscheide, was ich machen möchte oder gerade tun kann. Steige ich ins Auto checke ich zB. die Liste Unterwegs erledigen. So bin ich sehr effizient unterwegs und vor allem: ich habe stets einen freien Kopf da ich keine Angst habe, etwas wichtiges zu vergessen. Die wichtigste Regel dabei ist: Jeder Gedanke, den ich nicht innert 2 Minuten erledigen oder Outsourcen kann kommt prompt in den Eingang.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz,

    Urs

    1. Hallo Urs,
      Danke für deinen Kommentar.
      Das hört sich bei dir sehr gut an. Du bist du auf dem Weg zur Freiheit.

      For A BETTER BUSINESS
      Jürgen

  2. Ich hab einen Kalender im Rechner. Der ist mit den Bands über Google und auch dem Handy synchronisiert. Den haben auch alle Bandmitglieder in allen Bands, so weiss ich beim Booken wer kann oder wer schon einen Termin hat. Ebenso sind dort die Schüler, Termine mit Veranstaltern etc vermerkt. Auf meinem Schreibtisch liegt ein Papierkalender. Schaut mal hier : http://www.kalenderpedia.de
    Den Wochenkalender hab ich mir ausdrucken und binden lassen. Damit plane ich Sonntags Abends immer die Woche. Funktioniert ganz gut für mich. Und ich hab immer noch einen Jahreskalender auf DINa4. Dort trage ich meine Gigs ein, dann sehe ich die immer direkt aufs ganze Jahr.

    Gruß Michael

    1. Hallo Michael,

      Danke für deinen Kommentar. Unsere Systeme sind sehr ähnlich. Auf die Seite die du empfohlen hast bin ich gleich mal gegangen. WOW… da hab´ich mir gleich ein paar Vorlagen gezogen. Da gibt es alles was du brauchst.

      Liebe Grüße
      FOR A BETTER BUSINESS
      JÜRGEN

  3. Hallo Jürgen,
    genau mit diesem Thema beschäftige ich mich zur Zeit ebenfalls. Dein Artikel kommt also wie gerufen! 🙂
    Ich hatte auch erst nur einen Google Kalender. Doch ich habe bemerkt, dass ich eher ein „Papier-Typ“ bin und einfach viel lieber einen Buchkalender aufschlage und darin plane. Tages und Wochenplanung funktioniert damit schon super. Vereinzelte Termine für kommende Monate sind auch machbar. Aber ich frage mich immer noch, wie man konkret herangeht, um langfristig zu planen zBsp. für ein Jahr oder länger im Voraus. (Zum Beispiel für einen 5-Jahres-Plan.)
    Dein Artikel ist wie immer sehr hilfreich, besonders mit Deinen eigenen Beispielen. Vielen Dank! Weiter so! 🙂
    Liebe Grüße

    1. Hallo Binegra,
      Danke für deinen Kommentar.
      Der Papierkalender hat einen Nachteil. Ich habe meinen einmal verloren und all die Termine wiederzubekommen war richtig Stress. Mit dem Google Kalender kann das nicht passieren. Auf meinem Schreibtisch liegt ein Papierkalender für die täglichen Aufgaben. Ich liebe es darin zu schreiben, zu kleben und zu markieren. 🙂

      Langfristige Termine haben viel mit meinen Zielen zu tun. Ich mach das so: Ich stelle mir vor das Ziel (den Termin) erreicht zu haben und frage mich, was war der Schritt davor. Wie kam ich dort hin. Es ist so zusagen eine „rückwärts planen“. Ja und nach einer gewissen Zeit kommt die Frage was muss ich heute tun, um mein Ziel in einem Jahr zu erreichen. Bei CD-Produktionen ist das eine perfekte Technik.

      Liebe Grüße
      FOR A BETTER BUSINESS
      JÜRGEN

  4. Hi Jürgen,

    Danke für den Beitrag. All meine Aufgaben vorzuplanen war für mich das absolute Schlüsselelement für mehr Produktivität. Ich nehme mir dafür am Sonntag abend, wenn die Kids im Bett sind, eine halbe Stunde. In der Zeit fülle ich meine nächste Woche mit den Aufgaben, die ich mir in dieser Woche aufgeschrieben habe.
    Hast du zusätzlich einen Papierkalender? Inwiefern ist das sinnvoll?

    Schöne Grüße,
    Denis

    1. Hallo Denis,
      klasse das du diese Erfahrung ebenfalls gemacht hast. Planung ist die halbe Miete zum Erfolg.
      Der Papierkalender verlässt meinen Schreibtisch nicht. Er ist eher eine Todo-Liste in 30 Minuten Takt. Und es ist eine gutes Gefühl einen Hacken hinter erledigte Aufgabe zu setzen. 🙂

      Grüße aus Eppingen nach Berlin
      FOR A BETTER BUSINESS
      JÜRGEN

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