Mein erfolgreiches Musiker-Business


Machmal werde ich gefragt, wie denn mein Musiker-Business aussieht. Wieviele Gigs ich im Jahr spiele und wieviel Geld ich damit verdiene. Das ist eine gute Frage, denn ich sollte das, was ich in meinem Blog vermittle, auch vorleben.

Mein Musiker-Business hat sich verändert, so wie ich mich verändert habe. Ich möchte dir zeigen, wie viel Spaß es macht, sich sein Musiker-Business aufzubauen.

Mein Musiker-Business steht auf mehreren Standbeinen:

Gitarrenunterricht: In der Musikschule und privat.
Studioarbeit: Kleines Studio für Hörbuchproduktionen und Erstellen von Jingles für Podcast bzw. Homepages.
Live Musiker: Im Jahr ca. 10 Gigs, meistens als Dienstleistung.
Coach: Vermitteln von Wissen und Strategien im Musiker-Business. Für Musiker und Bands.
Erträge aus Finanzgeschäften: Ich lasse Geld für mich arbeiten.
Neues Projekt: Erstellen und Vermarkten von digitalen Produkten für das Musiker-Business. Mein E-Book "Erfolgreich als Musiker"  Der PDF-Kurs "Dein Gig". Er zeigt dir Schritt für Schritt wie du deine Veranstaltung vermarktest und damit Geld verdienst.
Musikmachen: Mich hinsetzen und für mich, ohne eine Absicht damit zu verfolgen, Musik machen. Das ist Lebensqualität.

Musiker-Business

Einer meiner ersten Auftritte 1992

Dieses Musiker-Business habe ich nicht innerhalb ein paar Tage aufgebaut. Es hat viel Arbeit, Fleiß und auch ein paar Tränen gekostet.

Ich beginne mal von vorne: Ich hatte nicht das Wissen, welches ich heute habe.

 

1992 begann ich als Musiker meine Selbständigkeit. Nach den ersten fünf Jahren hatte ich im Durchschnitt 100 Gigs pro Jahr und an einem Tag in der Woche gab ich in einer Musikschule Gitarrenunterricht.

In den darauffolgenden Jahren 1997 bis 2002 habe ich bei gleichbleibender Anzahl der Gigs

mehr Umsatz generieren können. Das ist darauf zurückzuführen, dass ich in einer Band Musik machte, die sehr viel auf Hochzeiten spielte und dort die Gagen höher lagen und immer noch liegen als in einem Club. Mit meiner Leidenschaft für Jazzmusik konnte ich keine dreiköpfige Familie ernähren. Das Unterrichten konnte ich auf zwei Tage pro Woche ausbauen.

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1995 Mit Lorenzo Petrocca und Frank Kuruc

Link zu: Lorenzo Petrocca, Frank Kuruc

Musiker-Business

....und wen trifft man im Backstage Herb Ellis

Ab 2002 wurden es dann immer weniger Gigs. Die DJs erhielten meist bei Hochzeiten den Vorzug. Das Internet begann die Musikbranche mächtig durcheinander zu bringen.

Ich hatte das Gefühl, meine Zeit als Live Musiker sei zu Ende.

Ja und so fand ich mich 2007 in meiner Sparkasse wieder, der ich klar machen durfte, dass die Einnahmen nicht mehr so fließen werden wie bisher und dass, wenn es so weiterginge, ich in 3 Monaten Insolvenz anmelden durfte. Das war für mich eine harte Zeit.

Um weiterhin Einnahmen zu erzielen, begann ich den Unterricht an der Musikschule auf vier Tage auszudehnen. Der Mann von der Sparkasse glaubte an mich und räumte mir eine neue Kreditlinie ein, aber nur, wenn ich ihm versprach, in einem Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Nach sieben Monaten hatte ich es geschafft. Weil er an mich geglaubt hatte, bedankte ich mich herzlich bei dem Herrn von der Sparkasse mit einer Kiste Wein.

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Mit Viviane de Farias

Link zu: Viviane de Farias

Mein Haupteinnahmequelle war zu der Zeit der Gitarrenunterricht und die Gigs, die schlecht bezahlt wurden. Diese gingen auf 20 pro Jahr zurück.

Es musste eine Veränderung her und ich las irgendwo diesen Spruch von Albert Einstein:

 

„Wahnsinn ist immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“.

Doch was sollte ich anderes tun? Ich traf einen Musikerkollegen aus vergangene Zeiten, dem es vor ein paar Jahren genauso ging wie mir. Er gab mir folgenden Rat: Beginne deine Denkweise zu verändern. Was er damit meinte, war mir zu dieser Zeit ein Rätsel. Ich gab damals ständig anderen die Schuld an meiner Situation. Ich übernahm nicht die Verantwortung für mein Leben. Ich sah keine Chancen, sondern nur Probleme und Hindernisse.

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Seminarbesuch mit meiner Frau Conny

Merkwürdigerweise begegneten mir immer mehr Menschen, die mich unterstützen, von meiner alten Denkweise wegzukommen und so saß ich bald in meinem ersten Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung… …das werd ich nie vergessen! Es wurde gesagt, dass ich mein Leben nur in den Griff bekomme, wenn ich zu hundertprozent die Verantwortung übernehme. Es hat eine Weile gedauert bis ich das verstand.

Nach dem Seminar begann ich mir Gedanken über mein Leben zu machen und dachte darüber nach, wie ich in fünf oder zehn Jahren leben möchte. Ich weiß, das Ganze klingt für dich vielleicht etwas verrückt. Jedoch passierten Dinge, die ich bis zu diesem Zeitpunkt für unmöglich hielt. Das Wesentliche war, dass ich Menschen begegnete, die mich unterstützten und mir halfen mein Leben neu aufzubauen. Ich kümmerte mich um mein Geld und hörte auf, anderen Menschen für meine Erwartungen die Verantwortung zu übergeben.

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Russlandtour 1997 mit Thorsten Krill, Helmut Siegle, Lars von Buchholz, Jürgen Braun, Sebastian Studnitzky und Michael Steiner (von l. n r.)

Links zu: Thorsten Grill, Helmut Siegle, Lars von Buchholz, Sebastian Studnitzky, Michael Steiner

Viele meiner damaligen Freunde gibt es heute nicht mehr, doch habe ich andere Weggefährten getroffen, die mich begleiten. Bis heute besuche ich regelmäßig Seminare. Das nächste ist in zwei Wochen. Es geht um: „Wie denke ich über Geld?“.

Ja und ein ganzer großes Highlight ist dieser Blog. Ich begann damit im August 2014 als DAU ( Dümmster anzunehmender User) und heute weiß ich, wie eine Homepage aufgebaut sein sollte, wie ich einen Text verlinken kann und wie Marketing funktioniert. Dieses Wissen an Musiker weiterzugeben ist meine Leidenschaft geworden. Mit Begeisterung zu sehen, wo das hinführt und welche Erfolge Musiker und Bands nur durch das Lesen dieses Blogs erzielen. Ich bin dankbar dafür.

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Mit Caro Trischler

Link zu: Caro Trischler

Vielleicht motiviert dich diese Geschichte. Möglicherweise findest du, das ich gar kein Musiker bin. Vielleicht geht dir das ganze am Ar*** vorbei. Vielleicht findest du es klasse und bist begeistert von meinen Ideen. Vielleicht hast du eine andere Vorstellung, was ein Musiker ist.

 

Vielleicht findet du mich klasse und möchtest mich kennenlernen. Ich sage es dir ganz ehrlich: Alles was du darüber denkst ist richtig und mir ist es nicht wichtig, ob du dich aus dem Newsletter austrägst. Dann werden andere kommen, die sich eintragen, von meinem Blog begeistert sind und etwas verändern wollen. Mit diesem Artikel möchte ich dir Mut machen und aufzeigen, dass es möglich ist als Musiker zu leben.

Überprüfe dein Bild und deine Denkweise darüber, was es für dich heißt ein Musiker zu sein. Höre nicht auf das Geschwätz der anderen, denn es ist ihre Vorstellung, was ein Musiker ist. Verfolge deinen Traum und setze ihn um.

Falls du mitteilen willst, was es für dich bedeutet, ein Musiker zu sein, schreibe das in die Kommentare.

DANKE für deine Zeit. Ich bin begeistert, dass du den Artikel gelesen hast.

Hey, ich mag auch keinen Spam. Deshalb gebe ich deine E-Mail Adresse nicht weiter. Versprochen!

FOR A BETTER BUSINESS
Jürgen

 



Fotos: Privat


2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Eine künstlerische Entwicklung muss darauf abzielen, den eigenen Stil zu finden und sich mit seinem USP zu positionieren. Die Suche kann durch Aufbau eines möglichst breitgefächerten Repertoires oder auch mit der akribischen Forschung an kleinsten Details geschehen. Wer sich als Musiker selbst sucht, dem wird in so manchem Fall zunächst nicht gefallen, was er findet. Was ist unsere eigene künstlerische Leistung? Und gibt es einen Markt dafür? Will denn das, was ich persönlich kann, überhaupt irgendjemand haben, bzw kaufen?
    Kunst vs Business – zunächst scheinbar kaum vereinbar. Denn der Markt verlangt ja nach Produkten, die er schon kennt. ZB sucht eine Werbeagentur für einen Werbefilm ein Stück, das den Stil der aktuellen Chartsmusik kopiert, oder um auf Dein Beispiel zurückzukommen, eine Hochzeitskapelle soll bekannte Stücke spielen.
    Trotzdem ist eine künstlerische Positionierung wichtig für den Aufbau eines Musiker-Business, denn, wie Du ja in Deinem Blog schreibst, um aus der Vielzahl der Konkurrenten herauszustechen, muss man auffallen, darf man nicht im Einheitsbrei untergehen.
    Als Künstler interessant sein, um als Dienstleister gebucht zu werden.
    Ist das eine vertretbare Haltung?

    1. Hallo Anton,
      DANKE für deinen Kommentar.
      Ich finde das hast du sehr gut auf den Punkt gebracht „Als Künstler interessant sein, um als Dienstleister gebucht zu werden.“
      Ich habe für mich erfahren, das es nur einen Jürgen gibt…. den Künstler….. und zwar in jedem Lebensbereich. Ich bin Künstler, auch wenn ich Dienstleister bin.

      Liebe Grüße
      Jürgen

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